Stanztechnik / Biegetechnik

Beim Stanzen metallischer Werkstoffe spricht man von einem formgebenden Verfahren, bei dem man planliegende oder nach einer vorgegebenen Geometrie geformte Teile aus einem ebenen Blechstreifen heraustrennt. Der Blechstreifen wird üblicherweise von einem Coil durch das speziell für das herzustellende Produkt gefertigte Stanzwerkzeug geführt.

Die Menge der Stanzhübe wird durch die Form des Fertigungsteiles und die Anzahl der Stanzfolgen vorgegeben. Ziel ist, das Stanzwerkzeug so zu konstruieren, dass kaum Schrott anfällt. Man spricht daher auch von einem spanlosen Umformverfahren.

Beim Stanzen werden entsprechend der Geometrie sowie der vorgegebenen Materialstärke teilweise enorme Stanzkräfte benötigt. Vormann setzt daher je nach Aufwand und Materialstärke den geeigneten Stanzautomaten ein, wobei die Hubkraft je Maschine zwischen 450 und 4000 kn liegt.

Vormann setzt die Stanztechnik auch für das Schneiden, Stanzen und Ausklinken von Flachstählen und Winkelprofilen ein.

Die Stanztechnik ist für kleinere Stückzahlen aufgrund der anfallenden Werkzeugkosten nur bedingt geeignet. In diesen Fällen greifen wir üblicherweise auf die Verarbeitung gelaserter Platinen zurück. Bei Stanzbiegeteilen müsste die Platine lediglich mit einem kostengünstigen Biegewerkzeug weiterverarbeitet werden. Hier werden nach Möglichkeit vorhandene Universalbiegewerkzeuge eingesetzt.

Das Biegen metallischer Werkstoffe ist ein Umformverfahren, das dazu dient, planliegende Teile in eine vorgegebene Geometrie zu bringen.

Diese Formgebung wird überwiegend mit speziell für diesen Vorgang hergestellten Biegewerkzeugen auf Hydraulikpressen vorgenommen.

Im Normalfall werden Bleche gewinkelt, jedoch können je nach Geometrie des zu fertigenden Produktes sowie der Zeichnungsvorgabe auch mehrere, aufeinander folgende Biege- oder Prägeschritte an diesem Teil vorgenommen werden.

Im Hause August Vormann werden Hydraulikpressen mit einer Presskraft von 250 KN bis 2000 KN eingesetzt.